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Jetzt wird’s tierisch – Tiergestützte Pädagogik am WEG

Seit März 2017 läuft in Absprache mit dem Elternbeirat in vier Klassen ein pädagogisches Pilotprojekt: „Caramba - Projekt Schulhund“.

In den Schwabacher Grundschulen werden Schulhunde bereits erfolgreich eingesetzt und auch an Gymnasien, wie z.B. dem Scharrer-Gymnasium Nürnberg, bereichert ein solcher Vierbeiner den Unterricht.

Am WEG leitet Frau Tax (Lehrkraft für Biologie/Natur und Technik, Chemie) den Schulhundeeinsatz. Grundsätzlich gibt es verschiedene Einsatzmodelle der tiergestützten Pädagogik. Momentan begleitet ein Hund einmal pro Woche den Biologieunterricht von Frau Tax in den Klassen 8c, 8d, 10c und 10b.


Unser Schulhund „Caramba“

Bei dem Tier handelt es sich um die 10-jährige australian cattle dog Hündin Caramba, die schon am Tag der offenen Tür 2016 einen Gastauftritt am WEG hatte. Sie ist mittlerweile ausgebildete Schulhündin mit bestandener Begleithundeprüfung und einwandfreiem Wesenstest. Sie ist frei von auf den Menschen übertragbaren Krankheiten und versichert. Da die Hündin ein Leben lang rassetypisch mit Freude gearbeitet hat, stellt der Einsatz als Schulhund eine artgerechte Aufgabe für ihre „Hunderente“ dar.


Ziele des Projektes

Tiere können positive Auswirkungen auf Menschen haben. Dies zeigen Therapietiere jeglicher Art. Aber auch die Pädagogik forscht auf diesem Bereich und Studien belegen, dass der Einsatz von Schulhunden gewinnbringend auf Schüler wirken kann. Durch die reine Anwesenheit eines Hundes im Unterricht – der sich je nach Dynamik der Klasse auch frei bewegen kann – soll eine angstfreie, positive Grundstimmung und eine ruhige, konzentrierte Arbeitsatmosphäre geschaffen werden, die das Lernen und die Gedächtnisleistung steigern. Neben diesen positiven Effekten, soll auch naturnahes Lernen ermöglicht werden. Lehrplanrelevante Themen aus vielen biologischen Bereichen wie Verhaltensbiologie, Anatomie, Physiologie oder Ökologie können durch das Tier auf eine besondere Art und Weise veranschaulicht werden. Nicht zuletzt soll der Schulhundeeinsatz auch dazu beitragen, die Interpretationsfähigkeit zum Ausdrucksverhalten unserer Haushunde zu schulen. Der Hund gehört zu unserem heutigen Kulturgut, und auch wenn jemand wenig Sympathie für solche Haustiere hegt, so kann ein Verständnis der hundlichen Körpersprache zur Vermeidung von Unfällen und Angstreduktion im Alltag der Schüler beitragen. Diese Annahmen sollen den Wert eines Unterrichts ohne Hund nicht schmälern – der Einsatz eines Schulhundes ist lediglich eine pädagogische Maßnahme von vielen, die die Lehrkräfte am WEG einsetzen.

Um dem Projekt auch eine wissenschaftliche Dimension zu verschaffen, wird es durchgängig evaluiert, die Ergebnisse im Elternbeirat bekannt gegeben und mit diesem diskutiert.


Begegnungen mit dem Schulhund

Außerhalb des Klassenzimmers wird der Hund immer an der Leine geführt und von Frau Tax beaufsichtigt. Wenn Schüler dem Hund begegnen, die nicht direkt am Projekt beteiligt sind, sollen folgende Regeln eingehalten werden:

  • Der Hund darf gestreichelt werden, wenn Frau Tax zustimmt und die Erlaubnis der Eltern gegeben wurde.

  • Es sollen sich nie mehr als 3 Personen um den Hund aufhalten, um Stress für das Tier zu reduzieren.

  • Der Hund darf nicht gefüttert werden, um Überfütterung und Unverträglichkeiten zu vermeiden.

  • Der Hund soll nicht gerufen werden, da der Name ein Kommando darstellt, das er an der Leine nicht ausführen kann.


Schuljahr 2017/18

Für das kommende Schuljahr ist eine Fortführung des Projekts angedacht. Außerdem soll ein Konzept ausgearbeitet werden, durch das mehrere Schüler die Möglichkeit haben werden, an dieser pädagogischen Maßnahme teilzunehmen.



Falls Sie Fragen bezüglich des Projektes „Schulhund“ haben, wenden Sie sich gerne an Frau Tax oder die Schulleitung.



Verfasserin: StRin F. Tax

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