⇐ Zurück

Fachschaft Deutsch

Willkommen auf den Seiten der Fachschaft Deutsch des WEG. Bitte beachten Sie auch die zusätzlichen Menüpunkte, die sich öffnen, wenn Sie oben auf den Namen des Fachs zeigen.

Deutsch – Vermittlung von Schlüsselkompetenzen

Lesen: Eine Schlüsselqualifikation

Die Förderung der Lesekompetenz ist eines der wichtigsten Ziele des Deutschunterrichts.
Da genaues, sinnerfassendes Lesen eine Schlüsselqualifikation in vielen Bereichen des Lebens darstellt, ist es – wie an jeder allgemein bildenden Schule – auch ein wichtiges Ziel des Deutschunterrichts am WEG, den Schülern Methoden und Fähigkeiten zu vermitteln, Texte genau zu verstehen. In der Arbeit an Sachtexten werden z.B. Inhalte, sprachliche Form, Argumentationsmuster und Manipulationsmechanismen untersucht, um – unter Umständen auch versteckte -  Ziele und  Aussagen erkennbar zu machen.
Dass Lesen darüber hinaus aber auch Genuss sein kann, wird mit der Lektüre literarischer Werke verschiedener Gattungen aus unterschiedlichen Epochen vermittelt.  Die Einbettung in den jeweiligen literarhistorischen Zusammenhang liefert dabei nicht nur Grundlagen der Allgemeinbildung, sondern auch Möglichkeiten, eine distanzierte und reflektierte Sicht auf eigene Entscheidungen und Werthaltungen zu finden. Somit trägt der Literaturunterricht erheblich zur Selbstfindung bei. 
Um unsere Schüler ans Lesen heranzuführen bzw. das Leseinteresse zu fördern, erhalten alle Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7 am WEG Leselisten, aus denen eine bestimmte Anzahl von Büchern im Laufe eines Schuljahres nachweisbar gelesen werden soll. Dabei beziehen sich die Inhalte nicht nur auf das Fach Deutsch, sondern auch auf Fächer wie Geschichte, Natur und Technik oder Religion/Ethik und werden dort auch in den Unterricht einbezogen, so dass das Lesen nicht als etwas Fachspezifisches abgehakt werden kann. In den genannten Jahrgangsstufen führen die Schüler ein Lesetagebuch, in dem sie Einträge über private und gemeinsame Klassenlektüren gestalten. Auch stehen für Vertretungsstunden in den Jahrgangsstufen 5 und 6 Lektürekisten und für die häusliche Lektüre die Unterstufenbibliothek mit einer reichen Auswahl an altersgemäßen Werken zur Verfügung.   Lesenächte und der  Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels für die 6. Klassen, an dem sich unsere Schule regelmäßig beteiligt, animieren außerdem zur eigenen Lektüre. 
Für Schüler ab der Mittelstufe gibt es neben der klassischen Bibliothek der Fachschaft Deutsch die „Junge Bibliothek“, die ständig aktualisiert wird. In der gemütlichen Leseecke der Schulbibliothek kann man vorläufige erste Leseeindrücke sammeln und Anregungen zum Weiterlesen gewinnen. 
Immer wieder ermöglichen Dichterlesungen am WEG den Schülern unterschiedlicher Jahrgangsstufen einen direkten Kontakt mit den Literaturschaffenden. Einen besonderen Höhepunkt bilden dabei die im Turnus von zwei Jahren stattfindenden „Wolframs Literaturtage“. Im Rahmen eines vielseitigen Literaturfestes gestalten die Schüler selbst Theateraufführungen, eigene Werke werden präsentiert und prämiert. Die Schüler können aber vor allem innerhalb eines für die jeweilige Altersgruppe spezifischen Spektrums an einer Auswahl von Autorenlesungen, Rezitationen  oder Workshops teilnehmen und mit Schriftstellern und anderen am Literaturbetrieb Beteiligten ins Gespräch kommen.  
Auch die bei unseren Schülern sehr beliebte Theaterplatzmiete am Staatsschauspiel in Nürnberg ermöglicht immer wieder  neue - begeisternde oder provozierende – Begegnungen mit  Literatur. Darüber hinaus besuchen die Schüler im Klassenverband auch Aufführungen kleinerer Bühnen,  die sich gerade mit dem Lehrplan decken und vielleicht eine ganz neue Sicht auf das im Unterricht Gelernte bewirken.

Schreiben: Zwischen Kreativität und Normierung

Neben dem Verstehen von Texten ist die schriftliche Ausdrucksfähigkeit eine weitere Grundlage für alle Fächer, für ein erfolgreiches Studium und viele Berufe. Dabei wird im Fach Deutsch in zweierlei Richtungen gearbeitet: Zum einen sollen die Schüler Kriterien  und Ausdrucksformen erlernen, die in bestimmten Situationen verlangt sind, zum anderen dürfen auch die eigene Phantasie und Kreativität nicht zu kurz kommen. Der Lehrplan sieht dabei für die 5. und 6. Klasse schwerpunktmäßig die Vertiefung erzählerischer Elemente und das Erlernen des Unterschiedes zwischen erzählenden und sachlichen Schreibformen vor. Ab der 7. Klasse kennt dann der Lehrplan nur noch argumentierende und analysierende Schreibstränge, wobei beide zunehmend differenziert und kombiniert werden und in den höheren Jahrgangsstufen  durchaus freiere Darstellungsmöglichkeiten wie Essay, Kommentar oder Glosse möglich sind. 
Die Fachschaft Deutsch am WEG hat innerhalb der Vorgaben des Lehrplans einen Schulaufgabenplan von Jahrgangsstufe 5 bis 12 entwickelt, in dem die einzelnen verlangten Formen aufeinander aufbauen, um die Schüler möglichst gut aufs Abitur und die Erfordernisse des Alltags vorzubereiten. 
Natürlich ist eine wichtige Voraussetzung für stilistisch gewandtes und logisch nachvollziehbares Schreiben  - wie auch für das Erlernen von Fremdsprachen -  die Beherrschung der deutschen Grammatik, aber auch der Rechtschreibung und Zeichensetzung. Besonders in den Jahrgangsstufen 5 bis 7,  bei einzelnen Problemstellungen durchaus auch bis zum Abitur,  werden Grundstrukturen der Sprache sichtbar gemacht und im Rahmen der Schreiberziehung oder des Literaturunterrichts anwendungsbezogen eingeübt. Die Fachschaft Deutsch am WEG hat sich entschlossen, in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 jeweils eine Schulaufgabe durch zwei Tests zu ersetzen, in denen sowohl Textverständnis, Ausdrucksvermögen, Grammatik und Rechtschreibung/Zeichensetzung geprüft werden. Dabei hat sich gezeigt, dass unsere Schüler erfreulicherweise sowohl beim obligatorischen bayernweiten Deutschtest in Jahrgangsstufe 6 als auch beim Deutschtest der 8. Jahrgangsstufe in Bayern, für den die Teilnahme durch die Fachschaft entschieden wird, immer überdurchschnittlich abschneiden. 

Umgang mit neuen Medien: Erkennen von Chancen, Bewusstmachen von Problemen

Ein für uns sehr wichtiger Aspekt des Lehrplans ist, dass Schüler lernen,  die Möglichkeiten moderner Medien „verantwortungsbewusst, sachgerecht, sinnvoll und kreativ“ zu nutzen. In allen Jahrgangsstufen ist daher der praktische Einbezug elektronischer Medien für die  Recherche, die Überprüfung der Glaubwürdigkeit von Quellen und der korrekte Umgang mit denselben Thema sowohl bei Referaten als auch bei schriftlichen Arbeiten. Aber neben den praktischen Aspekten werden auch Chancen und Probleme für Meinungsbildung und Demokratie durch ungehinderten, schnellen Informationsfluss sowie der Umgang mit Persönlichkeitsrechten  behandelt.  So zeigen viele unserer Schulaufgabenthemen der letzten Jahre Bezüge zur Verarbeitung aktueller Geschehnisse in den Medien, zur Veränderung des Sozialverhaltens im Zusammenhang mit der Nutzung neuer Medien oder zur Konkurrenz von Print- und digitalen Medien. 
Implizit und explizit wird dabei auch immer der mündliche Sprachgebrauch geschult. So lernen die Schüler allmählich unterschiedliche Formen der Präsentation und des Informationsaustauschs wie z.B. Rollenspiele, Referate, kurze Statements, Diskussionen oder Debatten kennen.

In einem lebendigen und abwechslungsreichen Unterricht versuchen wir am WEG diesen wichtigen Aufgaben gerecht zu werden.

I. Kretschmann, Fachbetreuung Deutsch

⇐ Zurück
⇑ Nach oben