⇐ Zurück

Gesprächskonzert

Gesprächskonzert/Mini-Workshop – Lehrende (WEG-Schüler) und Lernende (Joh.-Helm-Schüler) auf Augenhöhe in spielerischem Miteinander

 

Am 22.12.2014 machten sich 10 meiner Klavierschüler aus den 5. Klassen in meiner Begleitung auf den Weg zur Joh.-Helm-Schule, um ein neues Projekt, das Gesprächskonzert/Mini-Workshop mit einer 3. und 4. Klasse zu gestalten.

Der erste Teil des Projekts bestand aus dem Konzertteil, in dem Letizia Wirschnitzer, Timon Thellmann, Marvin Schulze (Klasse 5A), Elena Tzabazis, Julia Janke, Anouk Schöniger (Klasse 5B), Nadine Felleiter und Christof Heidinger (Klasse 5C) und Benito Rashid und Dominik Jakob (Klasse 5D) Klavierstücke wie z.B. „Ode an die Freude“, „Purzelbäume“, „Boogie“, „River flows in you“… und vor allem Weihnachtslieder spielten.

Das Vorspiel wurde mit großem Beifall angenommen. Die Joh.-Helm-Schüler erwiesen sich als dankbare Zuhörer, die sichtbar vom Können ihrer Gäste beeindruckt waren. Besonders ein Vortragsstück „River flows in you“, gespielt von Dominik Jakob, fand großen Anklang, so dass er gebeten wurde, es ein zweites Mal vorzutragen. Für Frau Rektorin Baader war die Wiederbegegnung mit zwei Ehemaligen ein Anlass zur besonderen Freude. Alle Künstler trugen ihre Stücke mit viel Spaß und Professionalität vor.

Im Anschluss folgte die Gesprächsrunde. Da wurden Fragen gestellt wie z. B. „wie lange und oft unsere Schüler üben“ (die Antwort lautete – wahrheitsgemäß – von 2x10 Minuten täglich bis 1 Stunde täglich), oder „wie man ein Stück auswendig lernen kann“ (dazu erklärten die WEGler, „dass Stücke, die man immer wieder spielt irgendwann im Kopf bleiben und man keine Noten mehr braucht“). Auch war von Interesse, „welche Bedeutung die 3 Pedale am Klavier haben“ (hier wurde die Antwort – spontan – in praktischer Form am Klavier verdeutlicht).

Den zweiten großen Teil dieses Projekts bildete der Mini-Workshop. Alle interessierten Grundschüler durften am Klavier ein Stück ausprobieren. Ihre Lehrer waren die eingeladenen Schüler des WEG. Sie bildeten mehrere Lehrergruppen, die die Grundschüler in ihre Mitte nahmen und ihnen mit einem lustigen Stück den ersten Kontakt mit schwarzen und weißen Tasten ermöglichten. Eine weitere Lehrergruppe (aus WEG-Schülern) verteilte sich in der Klasse und brachte eine zum Klavierstück passende Body-Percussion bei. Da wurde eifrig vorgemacht, erklärt, gezeigt, ausprobiert, geklatscht, nachgefragt, wieder probiert – das Gedränge am Klavier war groß – und nach kurzer Lehr- bzw. Lernphase wurde das Gelernte umgesetzt und mit Erfolg zum Erklingen gebracht.

Der Leitgedanke des Mini-Workshops (wie für das Projekt überhaupt) war, dass Lehrende (WEG-Schüler) und Lernende (Joh.-Helm-Schüler) sich auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam spielerisch in die Welt der (Klavier-) Musik auf Entdeckungsreise gehen, um am Ende der Reise an vielen schönen und neuen Erfahrungen reicher zurückzukehren. Meine sehr jungen Kollegen und Künstler waren einfach klasse, sind über sich selbst hinausgewachsen und mit diesem Projekt zu Botschaftern der Musik geworden.

Carol Mazurczak


⇐ Zurück
⇑ Nach oben