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Vorspielabend 2

Mit herzerwärmender Musik den winterlichen Temperaturen trotzen

- 2. Vorspielabend am Wolfram-von Eschenbach-Gymnasium Schwabach


Ein bunt gemischtes Programm vom Barock bis zur Moderne mit vielen

Talenten brachte der 2. Vorspielabend des WEG auf die Bühne.

Im ersten Teil des Abends, der vom Trompetenduett Jonathan Nißlein (5B) und Julius Paßmann (5B) mit 2 Fanfaren, beschwingt und mit kraftvollem Ton, eingeleitet wurde, wußten bereits die Unterstufenschüler professionell mit der Auftrittssituation umzugehen.

Nathalie Ludwig (5C) überzeugte am Klavier mit sicherem Spiel und gesanglicher Gestaltung ihres „Regenbogenlieds“, ebenso Nina Person (5C) mit feinfühligem Anschlag in „Misty Day“ und Elisabeth Domme (5C) mit pianistisch technischer Sicherheit und ausdrucksvollem Spiel eines „Solfeggio“ von Chr. Fr. Bach. Thomas Rösch (7A) demonstrierte mit den „Span. Straßenmusikanten“ sehr gut ausgearbeitete, differenzierte Artikulation am Klavier, während Andre Knobloch (9D) in der „Legende“ von Stutschewski am Cello - begleitet von Frau Becker - durch schönen Ton und große musikalische Bögen bestach.

Als herausragendes Talent präsentierte Daniel Rosenberger (6C) mit großer Ernsthaftigkeit, technischer Brillianz und klanglicher sowie artikulatorischer Gestaltungsvielfalt die „Fantasie d-moll“ von Mozart am Klavier in einer außergewöhnlich reifen Darbietung als ersten Höhepunkt des Abends.

Zärtlich und mit weichem, warmen Klavierklang verführte Elisa Stepczynski (Q11) im „Schlummerlied“ von Schumann zum Träumen. Lyrisch und mit großer Natürlichkeit im Ausdruck setzte Juliane Schleehahn (Q12) mit ihrem Gesangsstück „Serenata“ von Tosti, einfühlsam am Klavier von Frau Becker begleitet, den romantischen Charakter des Abends fort. Mit Chopins „Nocturne“ H-Dur op. 32/1, von Kristin Köhner (Q11) in ruhiger Kantilene gestaltet, fand der 1. Teil seinen romantischen Ausklang.

Rhythmisch packend gestaltete das Schlagzeugsextett den Auftakt zum 2.Teil des Abends mit „Sambaco“ von G. della Monica. Die Schülerinnen und Schüler Theresa Seitz (5A), Nina-Noelle Braun (6A), Mika Schmidt (7A), Valentina Windisch (9C) und Leon Lubowski (9C) verbanden in diesem Marsch mit lateinamerikanischen Elementen verschiedene Rhythmen gekonnt miteinander, dessen interessante Klangfarben nicht zuletzt auch durch den Einsatz teilweise exotischer Instrumente, wie Cabaza oder Vibra-Slap, entstanden. Das zweite Trompetenduett des Abends, Paul Rosenberger (7B) und Max Weiner (8A), brachte mit deutlichem Spaß am gemeinsamen Musizieren, sauberer Intonation und perfektem Zusammenspiel eine „Fanfare“ von Charpentier und eine „Fuge“ von Pachelbel zum Besten. Dass ein Klagegesang zum eindrucksvollen Hörerlebnis werden kann, bewies Anna Maria Lanitz (Q12), die „Ach Gott, erhör mein Seufzen“ von J.L. Krebs mit großer Tiefe und fein herausgearbeiteten Themen an der Orgel interpretierte.

Spritzig und charmant, rhythmisch prägnant, mit ausdrucksvoll gestalteter Kadenz präsentierte Linda Hefele (Q11), am Klavier von Frau Jung-Bilk begleitet, „Blue Bird“ von Laperteaux auf der Querflöte. Nicht weniger schwungvoll, mit viel Witz und ausdrucksvollem Querflötenton, traf die Interpretation von „Danse hongroise Nr.1“ , von Alexandra Thomys (9B) (ebenfalls von Frau Jung-Bilk am Klavier begleitet), mitreißend den Charakter der ungarischen Weisen. Mit J. Haydns 1. Satz, „Presto“, aus der Sonate e-moll für Klavier, den Franziska Brückner (Q11) künstlerisch anspruchsvoll, klanglich nuanciert, technisch brilliant und mit großem Esprit musizierte, setzte sie einen weiteren Glanzpunkt des Abends. Ebenso das Gesangsduett Kristina Daniker (Q11) und Tamara Kellmann (Q12), das mit einem weiteren Klassiker, Mozarts „Ah guarda, sorella“ aus „Cosi fan` tutte“, am Klavier von Roman Engelhardt begleitet, mit brillianten Stimmkoloraturen und nuanciert abgestimmter Interpretation das Publikum verzauberte und sein hohes künstlerisches Niveau unter Beweis stellte. Der „Cornel Bogey March“, gespielt vom Klarinettenquartett Berit Benkert (8B), Lukas Linner (8C), Laura Mayer (8C) und Julia Galwas (Q12), versetzte sein Publikum noch ein letztes Mal flott und schwunghaft in Stimmung, bevor C. Saint-Saens` „Allegro“ aus dem Cellokonzert a-moll als letzter Beitrag des Abends folgte. Die erst 15 Jahre alte Schülerin Antonia Trost (9D) beeindruckte am Cello, das sie künstlerisch auf höchstem Niveau, leidenschaftlich, mit großem Ton und tiefer Empfindsamkeit, in völliger Hingabe an die Musik spielte (begleitet von Frau Heejoung Kim am Klavier). Die Interpretation dieses Ausnahmetalents setzte den krönenden Abschluß unter einen Abend, der von Frau Mechthild Brockmann gelungen organisiert worden war und der – den anhaltenden winterlichen Temperaturen zum Trotz – bei den Zuhörern warme Gefühle hinterlassen hat, die „ein Zeichen dafür sind, dass die Musik in den Herzen angekommen ist“, wie es der Schulleiter, Herr OStD Dr. Kifmann in seinen Begrüßungsworten dem Publikum wünschte.

Carol Mazurczak

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