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Literaturtage 2014

Abenteuerreise – WEG in andere(n) Welten, so lautete das Motto der 17. Wolframs-Literaturtage, die am 30./31. Januar 2014 stattfanden und für die Fachschaft Deutsch sicherlich den Höhepunkt des diesjährigen Schuljahres darstellten. Erstmals waren die Literaturtage dieses Mal von einem P-Seminar unter Leitung von StRin Bluhme geplant und organisiert worden, wobei ein äußerst interessantes und abwechslungsreiches Programm entstand, das unseren Schülern vielfältige und intensive Begegnungen mit Literatur und Literaturschaffenden ermöglichte.

Den Beginn der Literaturtage bildete der von den Teilnehmern des P-Seminars gestaltete und moderierte Eröffnungsabend, bei welchem neben einer Vorstellung der Projektarbeit des vergangenen Jahres auch die Gewinner der schulinternen Schreibwettbewerbe prämiert wurden und ihre ausgezeichneten Texte dem Publikum vorstellten. Im Anschluss daran präsentierte die Theatergruppe der 9.-11. Jahrgangsstufe unter Leitung von Daniel Behringer das experimentelle Theaterstück „Nichts. Etwas. Was auch immer?“, basierend auf dem Roman „Nichts, das im Leben wichtig ist“ der dänischen Autorin Janne Teller.

Der Freitagmorgen stand dann mit zahlreichen Lesungen und Workshops ganz im Zeichen der Literatur.  Neben Autoren aus Mittelfranken, wie beispielsweise der durch ihre „Oskar“-Reihe bekannten Kinderbuchautorin Claudia Frieser, dem Autorenduo Petra Rinkes und Roland Ballwieser, welches gemeinsam Kriminalromane veröffentlicht, und dem insbesondere durch sein legendäres Stück „Schweig Bub!“ berühmten Mundartdichter Fitzgerald Kusz, waren auch weitgereistere Schriftsteller am WEG zu Gast. So lebt etwa die junge Autorin Anna Lena Valera in Hamburg, der im gesamten deutschen Sprachraum für seine Jugendromane mehrfach ausgezeichnete Ghazi Abdel-Qadir stammt ursprünglich aus Palästina. Während bei den Lesungen dieser und zahlreicher weiterer Autoren für die Schüler vor allem die Gelegenheit bestand, verschiedene Werke aus unterschiedlichsten Gattungen und Genres im Zusammenhang mit den dahinter stehenden Autoren kennenzulernen und sich mit den Schriftstellern im Anschluss an die jeweiligen Lesungen auch direkt über die Bedingungen für die Entstehung von Literatur und das Leben als Schriftsteller auszutauschen, stand bei den Darbietungen der Märchenerzählerin Ute Weidinger, des Rezitators Martin Ellrodt und des Slam-Poeten Michael Jakob sicherlich das ganzheitliche „Erlebnis“ der außergewöhnlich lebendig und eindringlich präsentierten Texte im  Vordergrund.  In verschiedenen Workshops konnten die Schüler darüber hinaus selbst zum Akteur werden, so bot beispielsweise Anja Sparberg vom Staatstheater Nürnberg einen Schauspiel-Kurs an, Berthold Grabmeier einen Kunst-Kurs zur Gestaltung von Bucheinbänden. Insgesamt durften sich alle Beteiligten über die gelungene Organisation dieses außergewöhnlichen Schulfestes, das sich alle zwei Jahre ganz dem Schwerpunkt Literatur widmet und damit das musische Profil des WEG entscheidend mit prägt, freuen.

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