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Unbeschwertes Musicalvergnügen in zauberhafter Kulisse

Schüler des Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums brachten „Die Schöne und das Biest" auf die Bühne

SCHWABACH - Der Erkenntnis allein, dass wahre Schönheit aus dem Herzen kommt, ist nicht zu widersprechen. Wenn dieser Erkenntnisprozess dann auch noch so farbenreich, gefühlvoll und mit so viel temperamentvoller Begeisterung vermittelt wird, wie bei der Aufführung des Musicals „Die Schöne und das Biest" durch die Schülerschaft und Lehrkräfte des Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums, dann ist seine Nachhaltigkeit um ein Vielfaches garantiert.
Musiklehrer Walter Zangl hatte zusammen mit einer großen Schar an Schülerinnen und Schüler der Mittel-und Oberstufe sowie in Zusammenarbeit mit seinen Kollegen für ein unvergessliches musikalisches Erlebnis gesorgt, als er dieses große Musikprojekt umsetzte.

In den vier überaus gut besuchten Vorstellungen im Markgrafensaal wusste das gesamte Ensemble zu begeistern. Dieser Kraftakt war nur möglich, weil Walter Zangl gerade bei den Hauptrollen auf eine gleichwertige Doppelbesetzung zurückgreifen konnte.

Glänzende Schauspieler

In der zauberhaften, effektvollen Kulisse, die von Kunstlehrer Berthold Grabmeier kreiert wurde schlüpften Lisa Müller (in aller Liebenswürdigkeit authentisch gespielt) sowie Ann-Kathrin Frost in die weibliche Hauptrolle der Belle. Florian Rampelt (mit starkem schauspielerischen Talent) und Marc-Daniel Nunner gaben dem in ein Monster verzauberten Prinzen Gehabe und Stimme, der eben nur gerade noch rechtzeitig durch die aufrichtige Liebe von Belle von seiner bedrohlichen Gestalt erlöst wurde.
Verantwortlich für diese Lehre war eine Fee. Sie wurde trefflich verkörpert jeweils von Lisa von der Heyden, Anna Feith und Anne Greul. Natürlich braucht es in einer spannenden Geschichte auch andere Charaktere. So hatte die liebreizende Belle zwei außerordentlich zickige Schwestern, die Katharina Fulda und Kathrin Vogel sowie Magdalena Krebs und Julia Schindler sehr anschaulich auf die Bühne brachten. Während mit derben Charme der reiche Gustav (mit guten Stimmen jeweils von Sandro Klaus und Dominik Grassier gespielt) vergeblich versuchte, Belle für sich zu gewinnen, kämpfte Beiles Vater Wilhelm (mit sonorem Bass von Johannes Millian und Tobias Hüttmeyer würdevoll dargestellt) damit, dass sich seine Lieblingstochter Belle an seiner Stelle und für eine Kiste Gold, Perlen und Edelsteinen an das Monster „auslie­ferte".

Regie von Hannes Koch

Doch Belle ging es gar nicht so schlecht bei dem vermeintlichen Monster. Sie erkannte sehr schnell den eigentlichen Charakter dieses Wesens. Dabei wurde sie unterstützt von dessen Hausdame Mathilde (mit schönem klarem Gesang erfreuten hier jeweils Regina Kluba und Jasmin Tazi) sowie alle Bediensteten und Waldbewohnern um das Schloss des verzauberten Prinzen. In die rechte Szene gesetzt wurden sie, wie auch das Chorensemble bei ihren schönen Gesangseinlagen, vom Deutschlehrer Hannes Koch, dem ideenreichen Regisseur dieses Projekts.
Dazu bewegten sich die ausgezeichneten Tänzerinnen in einer modernen und spritzigen Choreographie von Marita Münderlein, einer ehemaligen WEG-Schülerin, sehr homogen zu der professionellen musikalischen Begleitung des Orchesters, das von Walter Zangl geleitet wurde.
Abgerundet wurde dieses für die Zuschauer unbeschwerte Musicalvergnügen perfekt durch die phantasievollen und farbenprächtigen Kostüme sowie die hervorragende Lichttechnik.
Minutenlange Ovationen im Stehen verstanden sich zurecht als würdige Anerkennung einer großartigen Gesamtleistung, die Lehrkräfte und vor allem die Schülerinnen und Schü­ler des Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium hier unter Beweis gestellt hatten.

Ursula Kaiser-Biburger

Quelle: Schwabacher Tagblatt vom 18. 10. 2007

Bilder

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