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Schüleraustausch der 10. Klassen mit der Thomas Telford School, Telford (Großbritannien)

Begrüßungskomitee am Flughafen
Ausflug nach Nürnberg
Die verantwortlichen Lehrer
In den Lochgefängnissen
Nochmal alle zusammen...

>> Link zur Thomas Telford School <<

Um der großen Nachfrage von Seiten der Schüler und Eltern nach einem Sprachaustausch mit England entgegen zu kommen, freut sich die Fachschaft Englisch, in diesem Schuljahr neben dem bewährten Schüleraustausch mit Brentwood einen zweiten Schüleraustausch mit Telford bei Birmingham ins Leben gerufen zu haben.
Dieser neue Schüleraustausch wird den letztjährigen Austausch mit Malta ersetzen, da er aus sprachlicher, finanzieller und organisatorischer Sicht wesentlich besser geeignet ist als der Malta-Austausch und auch das Interesse der Schüler und Lehrer aus Telford an einem Austausch mit unserer Schule wesentlich größer ist als das der Schule auf Malta.

Der erste Besuch der Telforder Schüler in Schwabach fand bereits Anfang dieses Schuljahres vom 18. - 23. Oktober 2010 statt. 15 Schüler der 10. Klassen hatten hier die Gelegenheit, einen Schüler aus England kennenzulernen und ihn für eine Woche als Gast in der eigenen Familie aufzunehmen. Dabei entstanden nicht nur neue Freundschaften, die hoffentlich auch in den folgenden Jahren weiter gepflegt werden, sondern die Schüler hatten auch die einmalige Möglichkeit, endlich ihre im Unterricht erworbenen Englischkenntnisse auszuprobieren und zu erweitern.

Ein baldiges Wiedersehen mit den Engländern wird es bereits Ende Februar geben, wenn unser Gegenbesuch in England vom 26. Februar bis 04. März 2011 stattfinden wird. Die Planungen dafür sind bereits im vollen Gang...

D. Posch

 

Wie der erste Besuch der Engländer in Schwabach verlaufen ist, lesen Sie hier im Bericht von Tamara Henschke, Klasse 10b:

Telford meets Schwabach - Schüler aus England verbrachten sechs Tage in Deutschland

Am Freitag, den 22. Oktober 2010 war es endlich soweit: 15 Schüler und Schülerinnen der 10. Klassen des WEGs fuhren zum Nürnberger Flughafen, um 13 Gastschüler und ihre begleitenden Lehrkräfte aus England willkommen zu heißen. Der Austausch kam durch Frau Posch zustande, die mit der Deutschlehrerin des Deutschkurses der englischen Thomas Telford School, Frau Milkamanavicius, befreundet ist und gemeinsam mit ihr den erstmalig stattfindenden Austausch organisierte.

Nach kurzer Wartezeit war es dann soweit: Wir konnten unsere Gastschüler, die wir zuvor bereits über E-Mails etwas kennengelernt hatten, persönlich begrüßen. Frau Posch teilte uns noch einige Infos mit, dann fuhren die englischen Schüler erst einmal mit in die Gastfamilien, wo sie auch den Nachmittag verbrachten. So war auch den Familien die Möglichkeit gegeben, etwas Zeit mit ihrem Gast zu verbringen.
Am Abend stand ein Musicalbesuch auf dem Programm. Wir besuchten gemeinsam die gelungene Aufführung des Musicals „Oliver!“, dessen Handlung auch die englischen Schüler gut verstanden, da zum einen der Verlauf der Geschichte durch die schauspielerische Leistung der Darsteller deutlich wurde und sie zum anderen zuvor gemeinsam den Roman „Oliver Twist“ gelesen hatten.

Am nächsten Tag ging es schon früh nach Rothenburg. Nach einer amüsanten Bahnfahrt folgte eine Stadtführung durch die schöne Altstadt. Sie fand auf Deutsch statt, und wenn die Engländer etwas nicht verstanden, versuchten wir es ihnen zu erklären – ein schwieriges Unterfangen, doch mithilfe von Zeichensprache und einem deutsch-englischen Mix gelang es meistens, die Sache verständlich zu machen, und es gab viel Stoff zum Lachen, wenn die Erklärungen einmal nicht so glückten.
Nachmittags besichtigten wir das Weihnachtsmuseum. Neben der Betrachtung des verschiedenen Christbaumschmucks wurden auch Wörter wie „Christbaumkugel“ oder „kitschig“ gelernt. Nachdem man sich im Weihnachtsdorf mit Mitbringseln und Weihnachtsgeschenken eingedeckt hatte, ging es auch schon wieder nach Hause.

Der Sonntag war für einen Ausflug mit den Gastfamilien reserviert. Ob Tropfsteinhöhle oder Germanisches Nationalmuseum: Jeder konnte unternehmen, was ihn besonders interessierte. Dabei gaben sich die deutschen Familien sehr viel Mühe, ihrem Gastschüler einen besonderen Tag zu bereiten.
Montagvormittag nahmen die Gastschüler den Unterricht in den Klassen ihrer jeweiligen Austauschpartner teil, bevor wir nach gemeinsamem Mittagessen nach Nürnberg aufbrachen. Dort besuchten wir eine Führung durch die Burg, die teils auf Englisch, teils auf Deutsch gehalten wurde, und anschließend die Lochgefängnisse. Trotz der gruseligen Umgebung machte es Spaß, sich gegenseitig in Fesseln zu legen und entsprechende Beweisfotos zu schießen.
Abends gingen wir ins Kino, wo wir den Film „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“ sahen. Obwohl er - vor allem für die männlichen Teilnehmer - etwas schnulzig war, war es trotzdem ein guter Film. Und die Handlung der deutschen Filmproduktion wurde auch von den englisch sprechenden Besuchern gut verstanden. Nach Ende des offiziellen Programms nutzen einige der Schüler am Abend die Zeit und unternahmen noch etwas in kleinen Gruppen.

Auch am letzten vollständigen Tag des Austauschs stand zuerst ein Besuch des Unterrichts auf dem Programm. Dabei nutzten einige unserer Englischlehrer am WEG die Gelegenheit, auch den anderen Klassen einen englischen Muttersprachler vorzustellen und die englischen Lehrer in ihren Unterricht einzubinden. Somit hatten auch die Schüler der anderen Jahrgangsstufen die Gelegenheit, mit einem echten Engländer zu sprechen. So kam es, dass unsere Englischstunde von Mr. Howell gehalten wurde, und wir konnten ihn fragen, was uns interessierte - allerdings nur auf Englisch, da Mr. Howell kein Deutsch sprach. Er erzählte uns beispielsweise von Wales, da er Waliser ist, und von dem englischen Schulsystem.

Am Nachmittag gab es die Möglichkeit zu einem Einkaufsbummel in Nürnberg, bei dem die Engländer Souvenirs für ihre Familien kaufen konnten. Abends fand eine Lebkuchenführung statt. Die „Lebküchnerin“ von Nürnberg erzählte uns bei einem Gang durch Nürnberg etwas über die Geschichte der Lebkuchen und auch eine Kostprobe in Form eines Elisenlebkuchens fehlte nicht. Mittwochmorgen war es dann leider schon so weit: Wir verabschiedeten die englischen Gäste am Nürnberger Flughafen. Doch der Abschiedsschmerz wurde etwas durch die Aussicht auf ein baldiges Wiedersehen gelindert. Ende Februar findet der zweite Teil des Austausches statt, wenn wir die englischen Schüler besuchen. Bis dahin werden wir in Email Kontakt bleiben oder uns auch über Facebook schreiben.
Der Zeit mit den englischen Austauschschülern war wirklich sehr gelungen. Neben der Möglichkeit, die englische Sprache besser kennenzulernen, schlossen wir auch neue Freundschaften.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei unserem Direktor, Herrn Dr. Kifmann, bedanken, der durch seine Erlaubnis dieses tolle Erlebnis ermöglichte, und besonders bei Frau Posch, die gemeinsam mit der englischen Lehrerin Frau Milkamanavikius die Organisation übernahm. Auch Frau Schnell und Frau Jenne haben einen wichtigen Beitrag zum Austausch geleistet, da sie die anderen beiden Begleitlehrkräfte Frau Howard und Herrn Howell bei sich zu Hause aufgenommen haben und uns auch bei unseren Ausflügen begleitet haben und somit dazu beigetragen haben, dass sich die Engländer bei uns in Schwabach sehr wohl gefühlt haben. Wir freuen uns schon sehr darauf, „unsere“ Engländer Ende Februar endlich wiederzusehen.

Tamara Henschke

Schwabach meets Telford – unser Gegenbesuch in England

Nach einem abenteuerlichen und fröhlichen Flug landeten wir endlich in Birmingham – und wurden von den Engländern mit lautem Hallo, einem großen „Willkommen“-Schild und kleinen Fähnchen mit der britischen Flagge darauf begrüßt. Anschließend fuhren wir mit unserer jeweiligen Gastfamilie nach Hause, sodass wir Zeit hatten, uns gegenseitig kennenzulernen.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach Chester, wo uns eine interessante Führung und ausreichend Zeit zum Shopping erwarteten. Nachmittags machten wir eine Bootsfahrt auf dem Chester Kanal, auf dem uns ein als Römer verkleideter Fremdenführer über die römischen Wurzeln der Stadt berichtete und wir den typischen englischen „Five c’clock tea“ mit schwarzem Tea und Scones probieren konnten.

Montagmorgen besuchten wir gemeinsam mit den englischen Schülern die Thomas Telford School. Als erstes wurde uns das beeindruckende Schulgelände gezeigt. Ein eigenes Schwimmbad beeindruckte genauso wie der Fitnessraum und die Kunst- und naturwissenschaftlichen Räume. Anschließend hatten wir Deutschunterricht. Wir waren in Gruppen eingeteilt und sollten – ähnlich wie bei uns die mündliche Englischschulaufgabe – über einige Themen diskutieren. Um auch uns Deutschsprachige etwas zu fordern, sprachen wir abwechselnd englisch-deutsch und die jeweiligen Muttersprachler verbesserten die Fehler und gaben Tipps. Nach einer Mittagspause, in der wir im School Restaurant zu Mittag aßen, hatten wir wieder Deutsch, diesmal bei der zweiten Deutschlehrerin. Da in England der Unterricht normalerweise jeden Tag bis 16 Uhr geht, waren wir, die wir es nicht gewohnt waren, etwas geschafft, als wir schließlich zu den Gastfamilien nach Hause fuhren. Doch spätestens am Abend waren wir wieder fit – wir fuhren nämlich zum Bowling, wo wir mit viel Spaß die „ten pins“ zu treffen versuchten.

Am nächsten Morgen besuchten wir das „Black Country Living Museum“, ein Freilandmuseum, wo uns eindrücklich das Leben der Arbeiterschicht in den 1920ern vor Augen geführt wurde. Unser Museumsführer gestaltete die Führung sehr interessant und bezog uns immer wieder mit ein. Neben ihm gab es auch andere Mitarbeiter, die verkleidet ihr umfangreiches Wissen zu dieser Zeit vermittelten und es verstanden, uns rund 90 Jahre in der Zeit zurückzuversetzen. Neben einer Schulstunde in der damaligen Schule, nach der wir sehr dankbar über unseren heutigen Unterricht waren, besuchten wir auch eine Mine. Den Abend verbrachten wir in unseren Gastfamilien.

Am nächsten Tag konnten wir uns aussuchen, in welchem Unterricht wir dabei sein wollten. So verbrachten einige den Tag im Kunst-, andere im Spanisch Unterricht. Abends stand die „Ice-skating disco“ auf dem Plan. Neben einigen richtigen Profis im Eislaufen waren einige von uns zu Beginn etwas wackelig auf den Beinen, doch nichtsdestotrotz hatten wir wirklich viel Spaß dabei.

Am letzten vollen Tag in England fuhren wir nach Birmingham, dort besuchten wir das Thinktank Museum, wo verschiedene Bereiche der Wissenschaft vorgestellt wurden und man auch vieles selbst ausprobieren konnte. Der Nachmittag war für „Shopping and Sightseeing“ in Birmingham vorgesehen. Abends aßen wir Pizza im „Pizza Hut“. Danach stand ein Kinobesuch auf dem Programm. Wir sahen „The King's Speech“ – natürlich auf Englisch. Es war erstaunlich einfach, der Handlung zu folgen und ein schönes Erlebnis, einen englischen Film in einem englischen Kino zu sehen.

Dann war der letzte Tag gekommen. Am Vormittag war ein letzter Ausflug geplant. Wir besuchten die „Ironbridge“, die weltweit erste Brücke aus Eisen. Doch neben der Führung war es vor allem die letzte Gelegenheit, noch einmal Zeit mit den englischen Austauschschülern zu verbringen.

Nachmittags fuhren wir dann zum Flughafen. Nach einem emotionsgeladenen Abschied mussten wir uns auf den Weg nach Deutschland machen.

Die Woche in England war sehr schön. Neben den vielen interessanten Aktivitäten machte es viel Spaß, die Engländer wieder zu sehen. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei Frau Posch und Frau Schnell bedanken, die durch viel Arbeit und Organisation den Austausch möglich machen, genauso wie bei Herrn Dr. Kifmann, der sein Einverständnis hierzu gab. Vielen Dank für die tolle Zeit, in der wir Neues lernten und neue Freundschaften knüpfen konnten.

Tamara Henschke, 10b

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