Romeo und Julia

 

„Es war die Nachtigall und nicht die Lerche...“

Das WEG auf den Spuren Shakespeares


 

Am Freitag, den 9. Juli, und Montag, den 12. Juli 2010, jeweils um 20.00 Uhr, gab sich die Theatergruppe der Oberstufe des WEGs mal ganz klassisch: Shakespeares „Romeo und Julia“ sollte diesmal das Stück sein, das unter der Regie von Hannes Koch und Daniel Behringer aufgeführt wurde. 

Zum Inhalt: „Romeo und Julia“ (mehrfach besetzt) ist die wohl tragischste Liebesgeschichte aller Zeiten! Das junge Liebespaar, das aus dem Schoß zweier seit Ewigkeiten verfeindeten Familien, den Montagues und den Capulets, entsprang, fand die Lösung für ihr Zusammensein nur in ihrer beider Tod. 

Doch neben all den klassischen Elementen, durften die modernen nicht fehlen! Somit gingen in dieser Inszenierung Tragik und Komik Hand in Hand! Die Komik, welche zu Beginn noch versteckt durch das Zuspätkommen dreier Paare ins Publikum, die unterschiedlicher nicht sein konnten, symbolisiert wurde, wurde spätestens bei dem Ball im Hause Capulet deutlich, als eine selbsterarbeitete Choreographie auf aktuelle Lieder aus den Charts getanzt wurde sowie in den beiden „Kampftänzen“, die mit dem Tod einhergingen. Eine weitere Verknüpfung dieser gegensätzlichen Elemente zeigte sich in der überaus romantischen Hochzeit bei Kerzenschein, die durch Live-Gesang und Klavierspiel begleitet wurde, und dem vorausgegangenem JunggesellInnenabschied mit StripperIn. Selbst die Bettszene verlor durch musikalische Untermalung und durch das Verstecken der Schauspieler hinter einer Schattenwand ihre Anrüchigkeit und hinterließ eine romantische Stimmung beim Publikum.

Das extra angeschaffte Gerüst, das für vielerlei Zwecke Verwendung fand, wie etwa als Julias Balkon, Julias Zimmer selbst oder als Gruft der Familie Capulet, durfte bei dieser Inszenierung als wichtiger Bestandteil des Bühnenbildes auch nicht fehlen. 

Das große Finale des Stücks stellte die Sterbeszene Romeos und Julias dar, denn es starb nicht nur ein Paar, sondern alle sieben Paare gemeinsam auf der Bühne, was durch das Beweinen ihrer Verwandten Gänsehaut hinterließ, und das „Romeo und Julia“ zu einem fulminantem Ende brachte.

Eine wiedermal hervorragende Inszenierung der WEG-Theatergruppen (insgesamt wirkten 51 SchülerInnen mit) unter Hannes Koch, deren Ansehen sich trotz fast dreistündiger Dauer mehr als nur gelohnt hat; "denn niemals gab es ein so herbes Los als Juliens und ihres Romeos!"