Romulus der Große

Um an seinen letztjährigen Erfolg mit dem Theaterstück "Sommernachtstraum" von W. Shakespeare anzuknüpfen, hatte sich der Grundkurs Dramatisches Gestalten wieder etwas „Lustiges“ ausgesucht, diesmal eine ungeschichtliche historische Komödie. Eine Groteske, der Untertitel war Programm. Dieses Mal sollte das Publikum mit Anspielungen auf einen antiken Stoff zum Lachen gebracht werden.

In dem Stück "Romulus der Große" nach Friedrich Dürrenmatt ging es um den letzten römischen Kaiser, dessen Aufgabe es eigentlich sein sollte, das bereits völlig heruntergekommene römische Reich vor dem vernichtenden Angriff der Germanen zu schützen. Stattdessen widmete er sich Spargelwein und Hühnerzucht, was seine Vertrauten und Gefolgsleute (Carina Seemeyer, Anne Greul, Ann-Kathrin Hess, Isabell Reim, Doris Winter, Alena Pös, Ann-Kathrin Münderlein, Benjamin Franz, Andreas Fischermeier und Lea Steinhäuser) an den Rand des Wahnsinns trieb.

Der nach Rom geflüchtete oströmische Kaiser (Daniel Behringer), seine Kammerdienerinnen (Juliane Hauken und Sandra Bayer) sowie einige Verbündete, angeführt von Ämilian (Stefan Wolfrum), eigentlich der zuküftige Schwiegersohn des Kaisers, planten deshalb Romulus zu ermorden. Doch der clevere Romulus erwartete seine „Mörder“ bereits und lieferte ihnen einen Showkampf in perfekter Matrix-Manier. Letztendlich übergab Romulus sein Amt an den Germanen Odoaker (Peter Klenk) und gemeinsam entschied man sich für die Sicherung des Friedens in Europa – Doch lag es am kapitalistischen Cäsar Rupf (Max Karg), an seinen Hosen und Weißwürsten (Danke an den Elternbeirat und Herrn Jüstel für die Organisation und Durchführung des Pausenverkaufs) oder etwa am Bier , dass diese Idee erst viel, viel später wieder Beachtung fand?

Umrahmt wurde das Drama von zwei „Ehrengästen“ (Florian Rampelt und Mona Neubauer), welche wie zahlreiche andere Akteure diesmal häufig mit dem Publikum interagierten. Bei zwei sehr gut besuchten Aufführungen am 5.3/6.3.2008 werden wohl viele Abiturienten zum letzten Mal als Schauspieler am WEG tosenden Applaus bekommen haben – doch wer weiß, vielleicht sehen wir ja einige auf anderen „Bühnen“ wieder.

An dieser Stelle möchte ich mich persönlich bei der tollen Gruppe bedanken. Es waren zwei unvergessliche Jahre. Ich werde immer gerne an die lustigen, kreativen Proben und Aufführungen zurückdenken. Danke auch an Marita Münderlein und Tobias Riedl, die mir bei der Umsetzung geholfen haben, ohne Sie wären die Probentage auf Burg Wernfels für mich mit Fieber, Grippe und allem, was dazugehört, nicht so erfolgreich verlaufen. Ein weiterer Dank gilt Lucian Kiebel, Tobias Vogel, Janina Schmitz und Peter Klenk, die meine Aufführungen immer ins rechte Licht setzen, den passenden Ton liefern und helfen, die Bühne zu gestalten.

Hannes Koch