„Hass kann Hass nicht vertreiben,
Liebe kann das.“ (Martin Luther King Jr.)

In diesem Sinne der Begegnung, des wechselseitigen Verstehens und des Abbaus von Vorurteilen nehmen die 9. Klassen des Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasiums auch in diesem Jahr wieder am vom 1.FCN und Maccabi-Nürnberg organisierten Jenö-Konrad-Cup teil.
Die ersten beiden Termine fanden bereits vor den Osterferien statt. In der Nürnberger Synagoge der Israelitischen Kultusgemeinde konnten die SchülerInnen im Gespräch mit dem dortigen Rabbiner ihr Wissen rund um die jüdische Religion und jüdisches Brauchtum erweitern und vertiefen. Außerdem ging es um die Zeit der Ausgrenzung und Verfolgung der jüdischen Bevölkerung während der nationalsozialistischen Herrschaft. Dabei wurde deutlich, wie entscheidend auch die Zivilcourage einer einzelnen Person sein kann, um Menschenleben trotz staatlicher Repression und Bedrohung im NS-Staat zu retten.
Diese Zeit thematisierten auch die Verantwortlichen des Jenö-Konrad-Cups beim 1.FCN, als sie den SchülerInnen an unserer Schule das Projekt und die Person Jenö Konrads vorstellten, der als angesehner Spieler und Trainer beim 1.FCN schon früh die Zeichen der Zeit erkannte und noch vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten Deutschland verließ. An seine Person soll exemplarisch erinnert werden und daran, wie wichtig und wertvoll Menschenrechte und ein menschenwürdiges Miteinander im gesellschaftlichen Zusammenleben sind.
Dies ist eine Verantwortung, die sich gerade aus der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert ergibt, weswegen in die Zukunft gerichtet ein Projekt im Kampf gegen Antisemitismus und Ausgrenzung von den 9. Klassen erarbeitet wird, welches im Sommer feierlich im Rahmen einer gesonderten Veranstaltung der Israelischen Kultusgemeinde präsentiert wird. Dabei ist das Motto: Jeder ist ein Sieger, der sich aktiv, der sich aktiv gegen Menschenverachtung und für ein gutes Miteinander in der Gesellschaft engagiert.
Bruce Schönlein
(Fachschaftsleiter für Geschichte und Politik und Gesellschaft)






