Präventionsprojekt „Netzgänger“ für alle 5. Klassen

Welche Informationen kann ich gefahrlos in sozialen Medien preisgeben und wann muss ich vorsichtig sein? Was kann tun, wenn ein Kind in meiner Klasse online gemobbt wird und wie kommt es überhaupt dazu? Warum machen digitale Spiele so viel Spaß und wann wird das Spielen bedenklich? Welche Informationen im Internet sind zuverlässig und woran kann ich das erkennen?
Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer digitalisierten Welt auf, die sie vor zahlreiche Fragen und Herausforderungen stellt. Um solche Fragen zu beantworten und einen bewussten Umgang mit dem Internet und sozialen Medien zu fördern, fand am WEG auch in diesem Jahr eine „Netzgänger“-Woche für jede fünfte Klasse statt. Dazu wurden im Rahmen des P-Seminars „Netzgänger“ zunächst fünfzehn Schülerinnen und Schüler aus den elften Klassen zu Tutoren für die Themenbereiche Cybermobbing, soziale Netzwerke, virtuelle Spielewelten und Umgang mit persönlichen Daten im Internet ausgebildet. Basis für die Workshops ist das von Condrobs e.V. und der Techniker Krankenkasse entwickelte Präventionsprojekt „Netzgänger“. Ergänzt wurde die Ausbildung durch einen Vortrag von Kriminalhauptkommissar Roland Mücke im P-Seminar, der aus professioneller Perspektive über Gefahren und Straftaten im Netz aufklärte.
Anschließend führten die Elftklässler die vorbereiteten Workshops an jeweils vier Vormittagen in jeder fünften Klasse durch. Der Schwerpunkt lag dabei auf Interaktion und Austausch, spielerischem Lernen und konkreten Beispielen. So legten die Fünftklässler beispielsweise gemeinsam eine „Mobbing-Landkarte“ an, wobei die Rollen aller Beteiligten thematisiert und Handlungsalternativen aufgezeigt wurden. Oder sie diskutierten anhand der „Smartphone-Ampel“, in welchen Situationen die Handynutzung in Ordnung ist und in welchem sie problematisch oder störend sein kann. Grundsätzlich geht es in den Workshops nicht nur um konkreten Wissenserwerb im Hinblick auf Chancen und Gefahren moderner Medien, sondern auch um gemeinsame Reflexion sowie das Bewusstmachen unterschiedlicher Bedürfnisse und persönlicher Grenzen, beispielsweise im Hinblick auf digitale Kommunikation.
Abgeschlossen wird das Projekt „Netzgänger“ im Juni mit einem Elternabend, zu dem noch genauere Informationen folgen werden.
Inga Kellinghaus







