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Elternabend „Gefahren im Netz“

Elternabend „Gefahren im Netz“

Darf man Donald Duck als Profilbild bei WhatsApp verwenden? Fotos vom Wandertag ungefragt
in den Klassenchat stellen? Bilder aus dem Internet in Präsentationen verwenden? Anschaulich
und praxisnah vermittelte Kriminalhauptkommissar Roland Mücke in seinem Vortrag für die Eltern
von WEG und AKG zunächst Wissen rund um das Recht am eigenen Bild und das Urheberrecht.
Auch wenn man durch die Beachtung grundlegender Regeln schon viele mögliche Fallen
umgehen kann, wurde deutlich, dass etwa die Frage des Urheberrechts oft nicht auf den ersten
Blick zu klären ist und bewusst geprüft werden sollte.
Im zweiten Teil seines Vortrags zeigte KHK Mücke ganz im Sinne des Titels „Mein Kind im Netz –
ein Mausklick bis zum Grauen“, wie schnell Kinder im Internet und in sozialen Medien in Kontakt
mit jugendgefährdenden Inhalten kommen können und welch drastische Konsequenzen dies
nach sich ziehen kann. Nachdrücklich warnte der Referent davor, im Netz geknüpften Kontakten
unkritisch zu vertrauen und zu viel Persönliches preiszugeben. An konkreten Beispielen wurde
veranschaulicht, mit welch perfiden Strategien Kinder und Jugendliche von Kriminellen durch die
Verwendung falscher Profile manipuliert und im schlimmsten Fall sogar missbraucht werden
können.
Interesse, Vorsicht und Aufmerksamkeit sind deshalb die wichtigsten Strategien für Eltern, um
ihre Kinder vor den Gefahren im Netz zu schützen. Profile in sozialen Medien sollten gemeinsam
eingerichtet werden. Eltern sollten zudem regelmäßig ein Auge darauf haben, mit wem in welchen
Netzwerken kommuniziert wird – am besten zusammen mit dem Kind und ohne den Eindruck von
Überwachung zu vermitteln.
Aber auch die Kinder selbst sollten ein Bewusstsein dafür entwickeln, wie man mögliche
Gefahren vermeiden und sich sicher im Netz bewegen kann. Einen Baustein dazu stellt das im
Vorfeld des Elternabends in den fünften Klassen durchgeführte Projekt „Netzgänger“ dar. Vor
Beginn des Vortrags von KHK Mücke informierten deshalb die Schülerinnen und Schüler des PSeminars „Netzgänger“ über die Inhalte ihres Projekts und beantworteten Fragen der Eltern. Die
Erfahrungen mit den Fünftklässlern, aber auch die Berichte der Schülerinnen und Schüler über
ihre eigene Mediensozialisation machten deutlich, dass die Entwicklung eines Bewusstseins für
den sinnvollen Umgang mit digitalen Medien ein länger währender Prozess ist, den sowohl die
Impulse aus Schule und Elternhaus als auch die persönliche Reifung entscheidend prägen.
Inga Kellinghaus
P-Seminar Netzgänger

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