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Verstehen statt Vorurteile

Verstehen statt Vorurteile

Am Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium Schwabach stellten sich Schülerinnen und Schüler der 13. Jahrgangsstufe einer der schwierigsten politischen und gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit: dem Nahostkonflikt. In einer öffentlichen Veranstaltung am 28.01.2026 im Jüdischen Museum Franken in Fürth präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Seminararbeiten und schufen damit einen Raum für Information, Nachdenken und respektvollen Austausch.
Spätestens seit dem 7. Oktober 2023 ist der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern in den Medien allgegenwärtig. Gespräche darüber verlaufen jedoch oft hochemotional oder brechen ganz ab. Umso bemerkenswerter war der Ansatz der Schülerinnen und Schüler, die sich bewusst gegen einfache Antworten und Schwarz-Weiß-Denken entschieden. Ihre Vorträge machten deutlich, wie komplex, ambivalent und historisch gewachsen der Konflikt ist – und dass es keine schnellen Lösungen gibt.
Nach einer Einführung in das W-Seminar durch den betreuenden Lehrer Oberstudienrat Andreas Braun folgten drei Impulsvorträge: zur jüdischen Einwanderung nach Palästina, zur Situation im Westjordanland sowie zum Unbesiegbarkeitsmythos des Staates Israel. Zwischen den Vorträgen sorgten musikalische Beiträge mit traditionellen jüdischen Liedern und Improvisationen für kurze Denkpausen und eine besondere Atmosphäre.
Im anschließenden Austausch mit dem Publikum wurde deutlich, wie wichtig ein respektvoller Dialog ist – gerade bei kontroversen Themen. Die Veranstaltung machte Mut: Sie zeigte, dass sich junge Menschen der Herausforderung stellen, den Nahostkonflikt differenziert zu betrachten und dem Leid beider Seiten mit Respekt zu begegnen.
Nora Bachhofer, Q13

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